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Das Goldbergbaumuseum in Goldkronach


Goldkronach
ist ein oberfränkisches Städtchen am Südhang des Fichtelgebirges, etwa 14 Kilometer nordöstlich der Kreisstadt Bayreuth gelegen. Ungefähr 3.600 Menschen leben in dem kleinen Erholungs- und Ausflugsort. Die Geschichte der Stadt reicht bis etwa ins Jahr 1000 zurück, als sich hier an einer Handelsstraße nach Böhmen die ersten Menschen ansiedelten. Die Goldgewinnung hat in Goldkronach eine lange Tradition. Nicht zufällig trägt der Ort das verheißungsvolle Wort in seinem Namen, mit dem man das gelb glänzende Edelmetall bezeichnet. Bereits zu Beginn des 14. Jahrhunderts wurde an diesem Ort, der damals noch „Cranach“ hieß und im Jahr 1365 vom Burggrafen Friedrich V. von Nürnberg zur Stadt erhoben wurde, Gold gewonnen. Der Name „Goldkronach“ wurde 1398 erstmals genannt und ab 1415 ständig verwendet. Hier befindet sich einer der wenigen Fundorte in Deutschland, wo Gold unter Tage abgebaut wurde. Das Gebiet mit vielen Gruben erstreckt sich auf einer Fläche von vier auf zwei Kilometern vom Weißen Main bei Röhrendorf bis Nemmersdorf.

Als Resultat des Dreißigjährigen Krieges wurde der Goldbergbau fast vollständig eingestellt, ehe er Ende des 17. Jahrhunderts fortgeführt wurde und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts noch einmal eine Blütezeit erlebte. 1695 war der Ertrag so reich, dass der Markgraf Christian Ernst von Brandenburg-Bayreuth einen Golddukaten prägen ließ, der die Schrift „Aurofodina Goldcronacensis“ trug. Der berühmte deutsche Naturforscher Alexander von Humboldt (1769-1859) wirkte als junger Mann von 1792 bis 1797 als preußischer Bergbaumeister in der Region. 1865 kam der Bergbaubetrieb erneut zum Erliegen. Das letzte Kapitel des Goldkronacher Goldbergbaus schrieb in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts das Unternehmen Fichtelgold AG, deren Förderung gute Erträge brachte, deren Goldgewinnung unter den bestehenden Bedingungen jedoch nicht wirtschaftlich war. So stellte man die Arbeiten 1925 wieder ein.

Das Goldbergbaumuseum

Die Geschichte der Goldgewinnung in dem oberfränkischen Städtchen ist sehr gut dokumentiert. Eine Hauptrolle spielt dabei das hiesige Goldbergbaumuseum, das auf zwei Etagen in acht Räumen zum einen die Stadtgeschichte, zum anderen die Historie ihres Goldbergbaus präsentiert. Das Goldkronacher Goldbergbaumuseum stützt sich auf den Verein Heimatmuseum Goldkronach e.V., der im April 1987 ins Leben gerufen wurde und der sich der Dokumentation von Geologie, Geschichte und Kultur des Ortes sowie seinem historischen Goldbergbau widmet. Im Juni 1987 konnte in zwei Räumen des Gemeindehauses erstmals eine Ausstellung stattfinden, ehe das Museum 1990 in seinem heutigen festen Domizil eingerichtet wurde, dem Färbershaus, einem ehemaligen Forstamt, dessen Räumlichkeiten die Entwicklung eines ausgereiften Ausstellungskonzepts ermöglichte.

Während ein Raum im Erdgeschoss der Stadtgeschichte (Raum 1) gewidmet ist, finden sich im ersten Stock verschiedene Räume, die sich, unterteilt in diverse Themen, mit dem Goldbergbau befassen: Suche nach Gold (2), Geologie (3), Bergbau (4), Untertagebau (5), Bergleute und Bergordnung (6), Alchimie (7) und Goldverarbeitung (8). Der Rundgang, für den man sich etwa eineinhalb Stunden Zeit nehmen sollte, erklärt den Bau von Stollen (2), den Aufbau des Gesteins (3), verschiedene Aspekte des Bergbaus (4), zeigt das Innere eines Bergwerks und vermittelt einen Eindruck von der mühsamen Arbeit der Bergleute (5), informiert über den Berufsstand der Bergleute und das Bergregal, dem ihre Tätigkeit nach juristischen Gesichtspunkten unterworfen war (6), präsentiert die mysteriöse Beschäftigung der Alchimisten, die versuchten, Gold herzustellen (7), und gibt Informationen, wie man das gewonnene Gold weiterverarbeitet (8). Manche Übergänge zwischen den Räumen sind in Form von Stolleneingängen gestaltet.

In Raum 2 finden sich Exponate, die das Interesse von Münzsammlern wecken dürften: Goldmünzen, die im 19. Jahrhundert in ertragreichen Jahren aus der Goldkronacher Edelmetallausbeute geprägt wurden. Dabei handelt es sich jedoch um Nachbildungen. Um Originale erwerben zu können, reicht der Etat des Museums nicht aus. Die Goldkronacher Ausbeutedukaten sind außerordentlich selten, ihr Wert bewegt sich in einschlägigen Münzkatalogen im sechsstelligen Bereich. In Raum 6 gewinnt man einen Eindruck von der Tätigkeit des großen deutschen Naturforschers Alexander von Humboldt, der als königlicher Beauftragter für das Bergwesen der Fürstentümer Ansbach und Bayreuth auch für Goldkronach zuständig war und den Ort zwischen 1792 und 1797 des Öfteren aufsuchte, nachdem er im sächsischen Freiberg ein Studium an der dort ansässigen Bergakademie absolviert hatte. In einem Brief an seinen Freund Carl Freiersleben schrieb Humboldt 1794: „In Goldkronach besonders bin ich glücklicher, als ich je wagen durfte zu glauben.“

Relikte und Spuren des historischen Goldbergbaus

Auch außerhalb des Museums kann die Geschichte des regionalen Goldbergbaus verfolgt werden. Am Goldberg bei Goldkronach gibt es einen Besucherstollen namens „Schmutzlerzeche“, der um 1400 erstmals urkundlich erwähnt wurde und der von Mai bis September zu besichtigen ist. In der Schmutzlerzeche, die 1981 restauriert wurde und seit 1985 auf einer Länge von 35 Metern begehbar ist, ist ein goldhaltiger Quarzgang zu sehen. Die schwere und mühselige Untertagearbeit der Bergmänner ist hier für die Besucher eindrucksvoll zu erfahren. Ebenfalls am Goldberg liegt das Besucherbergwerk „Mittlerer Name Gottes“, das 1997 wiedereröffnet wurde und das nach vorheriger Anmeldung besichtigt werden kann. Die Anlage, ein herausragendes montanhistorisches Denkmal, ist auf einer Länge von 105 Metern begehbar, sie soll in Zukunft auf etwa 400 Meter erweitert werden.

Besonderes Interesse verdient der Alexander-von-Humboldt-Wanderweg, ein montanhistorischer Lehrpfad, der auf mehr als 40 Stationen durch das Grubenareal in der Goldkronacher Gegend führt. Zu sehen sind verfallene Schächte, Halden und schmale Stollenmundlöcher. Für Besucher gibt es auch die Möglichkeit, ausgerüstet mit einer Waschpfanne, selber Gold zu waschen. In Goldkronach sind immer noch Goldflitterchen zu finden. Alljährlich im Juni oder Juli finden in dem traditionellen Goldgräberstädtchen die Deutschen Meisterschaften im Goldwaschen statt. Goldkronach und sein Goldbergbaumuseum erlauben einen faszinierenden Einblick in den historischen Goldbergbau. Mit den Bedingungen der modernen Goldproduktion, mit Goldhandel, Goldankauf und Goldverkauf, haben diese Stätten wenig zu tun. Gold ankaufen und Gold verkaufen sowie Goldangebot und Goldnachfrage, das sind die elementaren Abläufe, die den Goldhandel bestimmen.

Goldbergbaumuseum Goldkronach

Bayreuther Str. 21
95497 Goldkronach
www.goldbergbaumuseum.de

WusstenSieschon
Schweres Schuften in den Bergwerken


Goldgewinnung war zu allen Zeiten ein mühsames, anstrengendes und gefährliches Geschäft. Dies gilt insbesondere für die Arbeit in den Minen. Kein Wunder, dass sowohl bei den alten Ägyptern als auch bei Griechen und Römern der Abbau des Golderzes in den Bergwerken Sklavenarbeit war. Wie schwer diese Arbeit auch heute noch ist, zeigt sich an den Bedingungen in den südafrikanischen Minen am Witwatersrand, wo das wertvolle Metall aus einer Tiefe von bis zu 4.000 Metern gefördert wird. So weit unter der Erde herrschen Temperaturen von mehr als 50 Grad Celsius. Die Schichten der Minenarbeiter sind auf maximal zwei Stunden beschränkt. 

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