Brasilien: Goldfieber in Minas Gerais



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Wappen von Minas Gerais.
Der erste Goldrausch der Geschichte entstand im ausgehenden 17. Jahrhundert in Brasilien. Obwohl reiche Bodenschätze in dem Land vermutet wurden, dauerte es fast 200 Jahre, bis größere Mengen davon gefunden wurden. Bedingt durch den Wertanstieg des Edelmetalls, wurde die Goldsuche in Brasilien ab 1670 bedeutend vorangetrieben. Während man an den Küsten nicht fündig wurde, brachte die Suche im Landesinneren schließlich den Durchbruch. Federführend waren dabei Männer aus São Paulo, die sogenannten Paulistas. Der reichste von ihnen, Fernando Dias Pais Leme, begann 1673 eine siebenjährige Expedition ins Landesinnere, die nicht von Erfolg gekrönt war. Auf dem weitgehend unbesiedelten Gebiet des heutigen Bundesstaates Minas Gerais westlich von Rio de Janeiro wurden zwischen 1693 und 1695 reiche Goldvorkommen entdeckt. Teils handelte es sich um Flussgold, teils um Goldlagerin den Bergen.

Aus allen Teilen des Landes kamen Abenteurer, die von dem Gold magisch angezogen wurden. Darüber hinaus strömten zwischen 1700 und 1750 mehr als 600 000 Einwanderer aus Portugal ins Land, um ihr Glück zu suchen. Die Immigranten wurden jedoch von den Paulistas als Eindringliche betrachtet, und es kam zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den Konfliktparteien. Jährlich wurden mehr als 2000 Sklaven aus Afrika in die brasilianischen Minen gebracht, wo sie unter unmenschlichen Bedingungen schuften mussten. Die Region war dem sprunghaft gestiegenen Bevölkerungsanstieg nicht gewachsen. Kriminalität, Glücksspiel und Prostitution stiegen, bewaffnete Auseinandersetzungen rivalisierender Banden nahmen in einem praktisch rechtsfreien Raum überhand. Im Verlauf des 18. Jahrhunderts stieg die Bevölkerungszahl von Minas Gerais von 30 000 auf etwa eine halbe Million. Ingesamt wuchs die brasilianische Bevölkerung in demselben Zeitraum von 300 000 auf drei Millionen.

Sogenannte Bandeirantes, Mitglieder von Expeditionstruppen, durchstreiften in der Folge das Land vorwiegend entlang der Flussläufe, um es nach Gold, Diamanten und Sklaven zu durchsuchen. Riesige Gebiete wurden erkundet, die Erschließung des Landes wurde durch die Suche nach Reichtümern vorangetrieben. Die Bandeiras, Expeditionstruppen, wurden von privaten Geschäftsleuten finanziert, während die finanzielle Unterstützung der sogenannten Entradas von staatlicher Seite kam. Die Bandeirantes genießen in Brasilien noch heute große Anerkennung, denn sie erweiterten die Grenzen des Landes über die Demarkationslinien hinaus, die mit dem Vertrag von Tordesillas 1494 zwischen den konkurrierenden Kolonialmächten Portugal und Spanien festgelegt worden waren. Da die Bandeirantes jedoch häufig auch Gewalt anwendeten und versuchten, die einheimischen Indianer als Sklaven zu nehmen, kam es häufig zum Konflikt mit den Jesuiten, die für die Rechte der indigenen Bevölkerung eintraten. Im 18. Jahrhundert wurde Brasilien zum größten Goldproduzenten der Welt. Ab 1750 gingen die geförderten Mengen an Gold zurück.

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