Lydien: Der Reichtum des Königs Krösus



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Krösus erhält Tribut durch einen lydischen Bauern (1629).
Ein entscheidender Schritt in der Geschichte des Goldes vollzog sich, als das Edelmetall nicht nur als Schmuck oder als Wertspeicher verwendet wurde, sondern auch als Geld in Umlauf kam. Ursprünglich wurden nicht nur Metalle als Geld benutzt. Zu anderen Zeiten und in anderen Kulturen konnten auch Vieh, Getreide oder Sklaven als Währung dienen. Im Mittelalter  wurden Pfeffer und Salz als Zahlungsmittel verwendet. Die Kaurischnecke diente in Asien Jahrhunderte lang als Geld. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in Deutschland auch Zigaretten als Zahlungsmittel akzeptiert. Gold und andere Metalle sind jedoch wesentlich geeigneter, um als Währung zu dienen. Denn ein Goldstück ist unbegrenzt haltbar und wird nur nach seinem Gewicht und seiner Reinheit beurteilt.

Als erste Vorstufen von Münzgeld können gestempelte Barren und Ringe gelten, wie sie im alten Ägypten bereits im Gebrauch waren. Der entscheidende Wandel vollzieht sich jedoch erst, wenn eine Gemeinschaft oder ein Herrscher die Wertgarantie für ein Geldstück übernimmt, sodass man es nicht mehr wiegen und seinen Feingehalt bestimmen muss. Wo und wann wurde also das erste Münzgeld geprägt? Darüber gibt der griechische Geschichtsschreiber Herodot im 5. Jahrhundert v. Chr. Auskunft. In seinen Historien berichtet er, dass die Lyder die ersten Menschen waren, die bereits im 7. Jahrhundert v. Chr. um die Prägung von Gold- und Silbermünzen wussten. Herodots Aussage konnte durch archäologische Funde bestätigt werden. Lydien lag an der Mittelmeerküste Kleinasiens und bedeckte den westlichen Teil der heutigen Türkei, die Hauptstadt war Sardis. Der Reichtum des Landes ging auf den Fluss Paktolos zurück, der große Mengen Gold mit sich führte, und zwar in Form von Elektrum, einer natürlich vorkommenden Legierung aus Gold und einem hohen Anteil aus Silber. Die Griechen nannten den Paktolos auch „Weißgoldfluss" oder „Sonnenmetallfluss".

Nachdem in Lydien ursprünglich Münzen aus Elektrum geschlagen worden waren, ging man im 6. Jahrhundert v. Chr. auch dazu über, reine Goldmünzen und Silbermünzen zu prägen. Krösus, der letzte König der Lyder, ließ alle Elektrummünzen einschmelzen, um pure Gold- und Silbermünzen zu prägen – die Technik zur Trennung von Gold und Silber war bekannt. Die Münzen des Krösus wurden auf der einen Seite mit einem Löwen und einem Stier geprägt, den Wappentieren der Stadt Sardis, und auf der anderen Seite mit viereckigen Markierungen. Der Nennwert dieser Münzen wurde Stater genannt, er war in Zwölfteleinheiten unterteilt. Das Wertverhältnis von Gold zu Silber betrug eins zu zehn. Krösus schuf das erste bimetallische Währungssystem in der Geschichte der Menschheit. Seine Erfindung war ein voller Erfolg, die Einführung einer weithin anerkannten Währung förderte den Handel. Die Münzen des Krösus waren über die Grenzen Lydiens hinaus anerkannt. Gold und Silber wurden zum wichtigsten Maßstab zur Bestimmung von Vermögenswerten. Gold wurde zu Geld. Das Reich der Lyder ging unter, als Krösus 546 v. Chr. dem Perserkönig Kyros II. unterlag. So bewahrheitete sich ein Orakelspruch, der besagte, Krösus werde ein Weltreich zerstören, wenn er den Fluss Halys überschreitet. Vernichtet wurde jedoch nicht das Reich der Perser, wie Krösus geglaubt hatte, sondern sein eigenes.

Eine erstaunliche Errungenschaft der Lyder war die Verwendung eines schwarzen Gesteins, das zur Bestimmung der Reinheit von Goldklumpen diente und das von den Ägyptern „lydischer Stein" genannt wurde. Diese Erfindung wird als Prüfstein oder Probierstein bezeichnet. Wenn man goldene Objekte daran reibt, kann man die Spuren darauf mit einem 24-teiligen Satz von Nadeln vergleichen, die das Mischungsverhältnis von Gold und Silber bzw. Gold und Kupfer anzeigen. Nadel 24 bestand aus reinem Gold.

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