Peseten Goldmünze (Spanien)



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25 Peseten. Vorderseite (links), Rückseite (rechts). Zum Vergrößern auf die Bilder klicken.

Land:
Hersteller:
Feingoldgehalt:
Spanien
Spanische Prägestätten
900/1000

 Einheit Nennwert
Peseten
Gewicht
Gramm
Feingold
Gramm
  Durchmesser
Millimeter
Prägejahre
 100 100 32,258 29,032   34,50-35,00 1870, 1897
 25 25 8,065 7,258   24,00-26,00 1871-1885
 20 20 6,452 5,806   21,50 1889-1904
 10 10 3,226 2,903   19,00 1878-1879

In Spanien wurden von 1870 bis 1904 Goldmünzen geprägt, die das Porträt der spanischen Könige Amadeus I., Alfons XII. und Alfons XIII. abbilden. Diese Münzen wurden in vier verschiedenen Stückelungen mit den Nennwerten 10, 20, 25 und 100 Peseten hergestellt. Ihr Feingoldgehalt beträgt 90,00 Prozent, der zehnprozentige Restanteil an der Goldlegierung besteht aus Kupfer. Die Spezifikationen dieser Peseten-Goldmünzen entsprachen den Normen der Lateinischen Münzunion (LMU), obwohl Spanien dieser Währungsunion nicht angehörte. Das Design dieser Münzen stammt von Gregorio Sellán Gonzáles und Bartolomé Maura.

Die Auflagenzahlen der Goldpeseten waren sehr schwankend. Teilweise wurden die Prägungen in sehr hohen Auflagenzahlen hergestellt, in manchen Jahren war die Stückzahl gering. Die höchste Auflage verzeichnete die 25-Peseten-Goldmünze von 1877 mit knapp 10,5 Millionen Exemplaren. Eine ganze Reihe von Auflagen erreichte eine Stückzahl von einigen Millionen. 1961 und 1962 wurden Nachprägungen der Peseten-Goldmünzen hergestellt, 1961 in einer Auflagenhöhe von einigen hundert Exemplaren je Stückelung, 1962 mit einem Volumen von einigen tausend Stück.

Erscheinungsbild

Der Rand der Peseten-Goldmünzen ist geriffelt.

Vorderseite der Goldmünze Peseten

Die Vorderseite der spanischen Peseten-Goldmünzen zeigt ein Porträt des regierenden Königs mit Blickrichtung nach rechts. Je nach Jahrgang handelt es sich um Amadeus I. (1870-1873), Alfons XII. (1874-1885) und Alfons XIII. (1886-1931). Bedingt durch seine kurze Regierungszeit ziert das Konterfei von Amadeus I. lediglich die 100-Peseten-Goldmünze des Jahrgangs 1870, von der es nur 50 Stück gibt, und die 25-Peseten-Goldmünze von 1871. Alfons XII. ist auf den 10-Peseten-Goldmünzen abgebildet, die ausschließlich in seiner Regierungszeit in den Jahren 1878 und 1879 geprägt wurden, darüber hinaus auf den 25-Peseten-Goldmünzen von 1876 bis 1885, die es nach voranschreitendem Lebensalter in zwei Versionen gibt. Auf den Goldmünzen der Jahre 1881 bis 1885 trägt der Monarch einen Backenbart.

Das Konterfei seines Nachfolgers Alfons XIII. ist auf allen 20-Peseten-Goldmünzen abgebildet, diese prägte man in den Jahren 1889 bis 1904. Insgesamt gibt es vier verschiedene Porträts des Königs gemäß dem sich ändernden Lebensalter: als Kleinkind (1887-1890), als Kind (1892), als Knabe (1896-1899) und als junger Mann in Uniform (1904). Die Umschrift lautet „AMADEO I - REY DE ESPAÑA“ (König von Spanien) bzw. „ALFONSO XII“ oder ALFONSO XIII“, gefolgt von dem Schriftzug „POR LA G. DE DIOS“ (von Gottes Gnaden); die Abkürzung „G.“ steht für „GRACIA“. Unter dem Halsabschnitt des Königs befindet sich das Prägejahr, gerahmt von zwei sechszackigen Sternen. Am Rand des Halses finden sich die Initialen „G.S.“ für den Graveur Gregorio Sellán Gonzáles, der die Gestaltung dieser spanischen Peseten-Goldmünzen als sein Lebenswerk betrachtete. Die 100-Peseten-Goldmünzen von 1897 tragen die Initialen „B.M.“ für den Graveur Bartolomé Maura.

Rückseite der Goldmünze Peseten

Auf der Rückseite der Peseten-Goldmünzen ist ein historisches Wappen Spaniens abgebildet mit einem gekrönten Wappenschild, umgeben von einem Wappenmantel. Das Herzschild in der Mitte zeigt das Wappen des regierenden Königshauses Bourbon-Anjou, der spanischen Linie des französischen Adelsgeschlechts der Bourbonen, mit drei goldenen Schwertlilien auf blauem Grund. Das Schild ist in vier Flächen geteilt, welche das Wappen der Teilreiche Kastilien, León, Aragón und Navarra enthalten, der mittelalterlichen Königreiche, auf die die spanische Monarchie zurückgeht. Die eingepfropfte Spitze mit dem Granatapfel vertritt das Königreich Granada. Das Wappen ist gerahmt mit einem Orden vom Goldenen Vlies. Auf den Münzen mit dem Porträt von Amadeus I. auf der Vorderseite befindet sich im Herzschild das Wappen Savoyens, dem Herrscherhaus, aus dem er stammte.

Auf der Rückseite der 100-Peseten-Goldmünzen mit dem Porträt von Alfons XIII. ist eine Variante des spanischen Staatswappens abgebildet. Es enthält wie auf den Münzbildern der anderen Peseten-Goldmünzen das gekrönte, viergeteilte Wappenschild mit dem Orden vom Goldenen Vlies ohne Wappenmantel, jedoch eingerahmt von den Säulen des Herkules, die als Schildhalter fungieren. Die Säulen des Herkules verweisen auf die geografische Lage Spaniens an der Straße von Gibraltar, die das Mittelmeer mit dem Atlantischen Ozean verbindet: zum einen auf den Felsen von Gibraltar im Norden und zum anderen auf den Berg Dschebel Musa in Marokko. Die Säulen werden geziert von einem Spruchband mit dem Wahlspruch „PLUS ULTRA“ („Immer weiter“ oder auch „Darüber hinaus“), der auf das ehemalige spanische Kolonialreich verweist.

Auf den Münzen, die Amadeus I. auf der Vorderseite abbilden, bezeichnet die Schrift „LEY 900 MILESIMAS“ (900 Tausendstel) den Feingoldgehalt. Der Schriftzug „124 PIEZAS EN KILOG“ auf den 25-Peseten-Goldmünzen bzw. „31 PIEZAS EN KILOG“ auf den 100-Peseten-Goldmünzen gibt an, wie viele dieser Münzen das Gewicht von einem Kilogramm ergeben. Die Münzen mit dem Porträt von Alfons XII. und Alfons XIII. auf der Vorderseite tragen die Umschrift „REY CONSTL. DE ESPAÑA“ (konstitutioneller König von Spanien). Unter dem Wappenschild sind der Nennwert und das Währungsnominal geprägt: „10“, „20“, „25“ bzw. „100 PESETAS“. Zudem sind neben dieser Angabe die Initialen der Münzmeister und Prüfer geprägt, z.B. „DE-M“ für Eduardo Diaz Pimienta, Julio Escosura Tablares und Ángel Mendoza Ordoñez auf der 25-Peseten-Goldmünze von 1878.

Peseta – Währung Spaniens von 1869 bis 2001

Die Einführung der Peseta (abgekürzt „Pts“ oder „pta“) zu 100 Céntimos erfolgte 1869. „Peseta“ bedeutet im Spanischen „kleiner Peso“, „peso“ wiederum bedeutet „Gewicht“. Pesetas waren ursprünglich spanische Silbermünzen des 18. Jahrhunderts. Die Merkmale der spanischen Peseten-Münzen folgten den Regularien der Lateinischen Münzunion (LMU), der Spanien jedoch nicht angehörte. Zunächst gab es Bronzemünzen zu 1, 2, 5 und 10 Céntimos und Silbermünzen zu 20 und 50 Céntimos sowie 1, 2 und 5 Peseten. Die ersten Goldpeseten wurden 1870 herausgegeben. Dieses System hatte im Großen und Ganzen bis zum Beginn des Franco-Regimes Bestand. Der Spanische Bürgerkrieg bewirkte eine starke Inflation, sodass keine Münzen aus Edelmetall mehr aufgelegt wurden, sondern nur Münzen aus Eisen, Messing oder Aluminium. Weitere Münzreformen gab es Ende der fünfziger und Mitte der siebziger Jahre. 1991 erschien ein neuer Satz von Münzen mit den Stückelungen 1, 5, 10, 25, 50, 100, 200 und 500 Peseten. Die letzte Serie von Peseten-Banknoten umfasste die Nennwerte 1.000, 2.000, 5.000 und 10.000 Peseten. 2002 wurde die Peseta vom Euro abgelöst.

 

Amadeus I., König von Spanien 1870-1873

Amadeus I. wurde am 30. Mai 1845 als Sohn des italienischen Königs Viktor Emanuel II. in Turin geboren. 1867 ehelichte er die Prinzessin Maria del Pozzo della Cisterna, die ihm drei Kinder gebar. Nach der Septemberrevolution und dem Sturz der Bourbonen unter Isabella II. 1868 wurde gegen den Protest der Republikaner eine konstitutionelle Monarchie eingeführt, und im November 1870 wurde der italienische Prinz von der Cortes (Ständeversammlung) zum König gewählt, er übernahm im Januar 1871 den spanischen Thron. Seine Versuche, das Land, das von den Karlistenkriegen erschüttert wurde, zu befrieden, scheiterten. Nach einem Attentatsversuch auf das Königspaar im Juli 1872 dankte der König im Februar 1873 ab und kehrte mit seiner Frau nach Italien zurück. Nachdem die im selben Monat ausgerufene Republik durch einen Staatsstreich beendet worden war, wurde im Dezember 1874 Alfons XII. sein Nachfolger auf dem spanischen Königsthron. Amadeus I. starb am 18. Januar 1890 in Turin.

Alfons XII., König von Spanien 1874-1885

Alfonso XII. de Borbón wurde am 28. November 1857 als Sohn von Königin Isabella II. und ihrem Ehemann Francisco de Asís de Borbón in Madrid geboren. Nach der Septemberrevolution von 1868 ging die Königsfamilie ins Pariser Exil. 1870 dankte seine Mutter zu Gunsten ihres Sohnes ab, und Alfons XII. übernahm 1874 den Königsthron, nachdem General Arsenio Martínez de Campos einen Staatstreich gegen die Republik ausgeführt und den jungen Prinzen zum König ausgerufen hatte. Der Monarch heiratete 1879 in zweiter Ehe die Erzherzogin Maria Christina von Österreich, mit der er drei Kinder hatte. Alfons XII. sorgte dafür, dass das Parlament eine neue Verfassung nach britischem Vorbild erarbeitete, die bis 1931 in Kraft war. Während seiner Regierungszeit festigte sich ein restauratives politisches System, dessen Balance darauf beruhte, dass alle politischen Kräfte am politischen Prozess teilhaben konnten mit Ausnahme der Republikaner und der Karlisten. Seine Bemühungen um den inneren Frieden Spaniens trugen ihm den Beinamen „El Pacificador“ (Friedensstifter) ein. Alfons II. starb am 25. November 1885 im Palast El Pardo bei Madrid. Nachfolger auf dem Königsthron wurde sein Sohn Alfons XIII.

Alfons XIII., König von Spanien 1886-1931

Alfons XIII. de Borbón wurde am 17. Mai 1886 als Sohn von König Alfons XII. und seiner Gemahlin Maria Christina von Österreich in Madrid geboren. Da sein Vater bereits im November 1885 gestorben war, trug Alfons XIII. von Geburt an die Königswürde, bis 1902 übernahm jedoch seine Mutter die Ausführung des Amtes. Im Mai 1906 heiratete der Monarch die Prinzessin Ena (Victoria Eugénie) von Battenberg, eine Enkelin der britischen Königin Victoria. Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor. In seine Regierungszeit fiel der Spanisch-Amerikanische Krieg (1898), der für Spanien mit dem Verlust wichtiger Kolonien in Amerika und Asien endete, der Kampf um ein neues Kolonialterritorium in Nordafrika (ab 1893) und das Erstarken der katalanischen Unabhängigkeitsbestrebungen.

Während des Ersten Weltkrieges bewahrte Alfons XIII. die Neutralität Spaniens. Er unterstützte die Militärdiktatur unter General Miguel Primo de Rivera, die von 1923 bis 1930 bestand. Nachdem die Republikaner 1931 die Wahlen deutlich gewonnen hatten, ging der König ins Exil. Im April 1931 wurde in Spanien die Republik ausgerufen. Im Spanischen Bürgerkrieg unterstützte Alfons XIII. die militärischen Kräfte unter General Franco, der erfolgreich einen Aufstand gegen die Republik unternahm und ein diktatorisches Regime von mehr als 30 Jahren Dauer errichtete. 1941 dankte Alfons XIII. ab und übergab das Amt an seinen Sohn Juan. Alfons XIII. starb am 28. Februar 1941 in Rom.

Handel mit der Goldmünze Peseten

Die Peseten-Goldmünzen des Königreichs Spanien wurden in so hohen Auflagen geprägt, dass man sie auch heute noch zur Anlage in Gold ankaufen kann. Auch Nachprägungen dieser Goldmünzen, hergestellt 1961 und 1962, kann man erwerben. Goldankauf in Form von Goldmünzen und Goldbarren, also Ankauf von physischem Gold, ist in finanziellen Krisenzeiten eine gefragte Anlagemöglichkeit. Ankaufen von historischen Goldmünzen wie die spanischen Pesetas-Goldmünzen dient genauso gut zur Goldanlage wie der Ankauf von modernen Anlage-Goldmünzen wie Krügerrand, Panda oder American Eagle. Denn der Preis für diese Goldmünzen orientiert sich ausschließlich am tagesaktuellen Goldpreis, die Münzen besitzen keinen Sammlerwert. Die Peseten-Goldmünzen des Königreichs Spanien kann man in vier Stückelungen ankaufen, als 10-Peseten-Goldmünzen, 20-Peseten-Goldmünzen, 25-Peseten-Goldmünzen und 100-Peseten-Goldmünzen.

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