Macht & Magie des Goldes



Gold Ankauf Goldpreis John Dee
Porträt John Dees, im Alter von ca. 67 Jahren (16. Jh.),
Gold hat zu allen Zeiten eine ungeheure Faszination auf die Menschen ausgeübt. Es gibt kaum eine Kultur, die sich von dem gelb glänzenden Edelmetall nicht in seinen Bann schlagen ließ. Gold begleitet die Kulturgeschichte des Menschen seit etwa 6000 Jahren. Die Schönheit seines Glanzes, seine Seltenheit und seine Beständigkeit machen es begehrenswert. Der Mythos des Goldes beruht zum einen auf seinen einzigartigen materialen Eigenschaften, zum anderen auf den symbolischen Werten, die ihm zugeschrieben werden. Das seltene Metall wurde zum Inbegriff für Glück, Reichtum und Macht. Keinem anderen Stoff wurde je eine solche Verehrung zuteil. Gold ist nicht zu ersetzen.

Gold ist eine ganz besondere Substanz. Es besitzt eine magische Qualität, die sich mit seinen Materialeigenschaften nicht erklären lässt. Der Umgang mit Gold war immer von starken Emotionen geprägt. Die Geschichten vom Gold erzählen von Euphorie, Rausch und Hingabe. Deshalb hat der Mensch ein zwiespältiges Verhältnis zu diesem edlen Stoff. Sein Verhältnis zum Gold zeichnet sich durch Irrationalität aus. Es spottet der Vernunft. Der Nutzen des Goldes gehört zur profanen Welt der Wirtschaft, darüber hinaus jedoch galt Gold von jeher als göttlich, heilig und magisch. Gold ist das Fetischmetall schlechthin.

Gold diente dem Menschen von Beginn an als Material zur Schmuckherstellung, und schon bald erhielt es große Bedeutung als Zahlungsmittel. Es wurde als Wertmaßstab und Wertspeicher sowie in Form von Geld als Münzmetall benutzt. Gold trieb die Menschen zu Spitzenleistungen. Es weckte seine besten, aber auch seine schlechtesten Eigenschaften. Gold machte die Menschen zu Erfindern, Entdeckern und Künstlern, aber auch zu Eroberern, Sklavenhaltern und Mördern. Mit dem Ausdruck Fluch des Goldes bezeichnet man diese negativen Folgen der Gier nach Gold. Mit Hilfe des Goldes wurden Weltreiche geschaffen, Goldreichtum etablierte bedeutende Wirtschaftsmächte.

Schönheit des Goldes

Pures Gold besitzt eine sattgelbe Farbe und einen starken metallischen Glanz. Diese strahlende Erscheinung verleiht dem Gold einen hohen ästhetischen Reiz und macht es so anziehend und begehrenswert. Gold und Kupfer sind die einzigen Metalle, die einen Farbton besitzen, alle anderen Metalle sind grau bis silbrig gefärbt. Seine wunderbare Farbe und sein sanft schimmernder Glanz machen das Gold so dekorativ, dass es von Beginn an zur Herstellung von Schmuck verwendet wurde. Goldschmiede aller Zeiten wurden von dem betörenden Schein des edlen Metalls zu künstlerischen Höchstleistungen inspiriert.

Zu seiner natürlichen Schönheit kommt hinzu, dass es aufgrund seiner geringen Härte sehr leicht zu bearbeiten ist. Der größte Teil des Goldes wird auch heute noch verwendet, um Schmuckstücke zu fertigen. Die Pracht goldener Objekte wurde zu allen Zeiten für Repräsentationszwecke benutzt und als offener Ausdruck für Macht und Reichtum zur Schau gestellt. Im alten Ägypten war das Gold ausschließlich in Händen des Pharaos, der damit seine gottgleiche Position demonstrierte. Wegen seines gelben Glanzes war es den Ägyptern ein Repräsentant der Sonne. In den byzantinischen Kirchen galt der Prunk des Goldes als Abglanz göttlicher Herrlichkeit und als Symbol des Übersinnlichen, Gold war Ausdruck des göttlichen Lichts.

Seltenheit des Goldes

Die Kostbarkeit des Sonnenmetalls basiert nicht nur auf seinen außergewöhnlichen Materialeigenschaften. Ein weiteres Merkmal kommt hinzu, das es begehrenswert macht. Gold ist ein außerordentlich seltenes Metall. Wäre Gold so häufig wie Salz, würde es nicht so hoch geschätzt werden. Gold hat zu keiner Zeit aufgehört, selten zu sein. Um es trotz seiner relativen Seltenheit zu finden, nahmen die Menschen zu allen Zeiten große Entbehrungen auf sich. Unter größten Mühen und Leiden wurde das Gold dem Boden abgerungen. Gold kommt auf allen Kontinenten vor, aber die Vorkommen sind ungleichmäßig verteilt. Manche Länder und Regionen sind mit reichen Goldvorkommen begünstigt, andere sind ausgesprochen goldarm.

Aufgrund seiner Kostbarkeit geht relativ wenig Gold verloren. Weitaus das meiste Gold, das jemals produziert wurde, ist immer noch verfügbar. Verluste gab es durch spanische Galeonen, die mitsamt ihren Schätzen auf den Meeresgrund sanken. Viele Goldmünzen mögen in Gärten vergraben worden sein. Doch auch diese Schätze warten darauf, geborgen zu werden. Gold macht Transformationen durch, aber es verschwindet nicht. Insgesamt wurden in der Geschichte bisher etwa 167 000 Tonnen Gold produziert, diese Menge ergäbe einen Würfel mit einer Kantenlänge von etwas mehr als 20 Metern.

Beständigkeit des Goldes

Gediegenes Gold ist chemisch inaktiv und damit unangreifbar. Das heißt, es ist korrosionsbeständig und nicht von Zerfall bedroht. Es reagiert nicht mit Stoffen aus seiner Umgebung; nur in Königswasser, einem Gemisch aus konzentrierter Salzsäure und Salpetersäure, ist es löslich. Diese Eigenschaft verleiht Gold eine besondere Stellung in der Wertskala der Metalle. Im Gegensatz zu Silber, Kupfer oder Eisen rostet und verfärbt es sich nicht. Silber reagiert mit Schwefelwasserstoff aus der Luft und läuft schwarz an, Kupfer oxidiert und bildet Salze von grüner und blauer Farbe, Eisen verbindet sich mit Sauerstoff und erzeugt rotes Eisenoxid.

Der strahlende Glanz des Goldes hingegen ist unvergänglich. Eine Goldmünze glänzt nach 100 oder 1000 Jahren noch genauso wie an dem Tag, als sie die Münze verließ. Die Unveränderlichkeit und Beständigkeit des Goldes führte dazu, dass die Menschen dieses besondere Metall als Inbegriff und Symbol der Ewigkeit betrachteten. Aufgrund dieser Eigenschaft wird dem Gold ein Urvertrauen entgegengebracht, das in Zeiten wirtschaftlicher Krisen Sicherheit verspricht. Damit Gold diese Sonderstellung einnehmen kann, ist es notwendig, dass die Menschen an seinen hohen Wert glauben.

Geringer Gebrauchswert des Goldes

Eine ganze Reihe von Stoffen hat einen großen Wert im Alltagsleben des Menschen. Getreide ist wichtig, um Brot zu backen. Mit Ton stellt man Ziegelsteine her, um Häuser zu bauen. Stoffe werden benötigt, um Kleidung herzustellen. Mit Eisen fertigt man Werkzeuge. Holz dient neben vielen anderen Zwecken dazu, Möbel herzustellen. Diese lebensnotwendigen Substanzen und Materialien besitzen einen außerordentlich hohen Gebrauchswert. Der Wert des Goldes ist von anderer Art. Aufgrund seiner Seltenheit, seiner Unzerstörbarkeit, seiner Gefälligkeit und seines hohen spezifischen Gewichts eignet es sich hervorragend als Tauschwert. Das Gold besitzt keinen Gebrauchswert, wenn man von einigen weniger bedeutenden Anwendungen in der Industrie und von seiner ästhetischen Funktion als Schmuck absieht. Dazu ist es viel zu selten. Gold und Geld besitzen einen gebrauchswertfreien Tauschwert. Der Nutzen entfaltet sich erst, wenn man es als Tauschmittel verwendet, um die Dinge des Lebens zu erwerben, die man wirklich braucht.

Gold als metaphorischer Ausdruck höchsten Wertes

Die Wertschätzung, die der Mensch dem Gold entgegenbringt, ist sprachlich tief verwurzelt. Wenn man von einer Goldenen Hochzeit spricht, meint man, dass ein Paar 50 Jahre lang verheiratet ist – ein sehr langer Zeitraum, der hohe Werte wie Vertrauen und Glaubwürdigkeit ausdrückt. Der goldene Schnitt bezeichnet das Verhältnis zweier Streckenlängen, das in Kunst und Architektur als Inbegriff von Harmonie und Wohlproportioniertheit gilt. Die goldene Mitte benennt in Fragen der Lebensführung abseits der Extreme eine ideale Ausgewogenheit, die die Voraussetzung schaffen soll für Zufriedenheit und Wohlbefinden. Bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften erhält der Gewinner eines sportlichen Wettbewerbs eine Goldmedaille, der Zweite bekommt Silber, der Drittplatzierte muss sich mit Bronze begnügen, einer Legierung aus den unedlen Metallen Kupfer und Zinn. Die Siegertrophäen der bedeutendsten europäischen Filmfestspiele sind die Goldene Palme (Cannes), der Goldene Löwe (Venedig) und der Goldene Bär (Berlin). Wenn es darum geht, auf einer Skala eine Wertschätzung auszudrücken, nimmt Gold die Spitzenposition ein. In vielen sprachlichen Wendungen und Sprichwörtern bezeichnet Gold höchsten Wert und größte Kostbarkeit. Öl bezeichnet man als schwarzes Gold, Porzellan und Salz als weißes Gold.

Gold als Ansporn für Erfinder

Um Goldschätze zu gewinnen, reicht es nicht aus, das Metall aufzufinden. Menschlicher Erfindungsgeist war notwendig, um reines Gold in größeren Mengen für die Bearbeitung zu erhalten. Gold kommt in der Natur meist gediegen vor, aber es besteht die Schwierigkeit, es von dem Gestein zu trennen, in dem es vorkommt. Da Gold häufig in Verbindung mit anderen Metallen wie Silber oder Kupfer auftritt, ist außerdem das Problem zu bewältigen, die Metalle zu scheiden (Raffination), um Gold von hohem Reinheitsgehalt zu bekommen. Um in der Lage zu sein, pures Gold für die Schmuckherstellung oder das Schlagen von Münzen zur Verfügung zu haben, war eine ganze Reihe von technischen Errungenschaften erforderlich.

Die Erfindung dieser elementaren Techniken wird den alten Ägyptern zugeschrieben, der ersten großen Goldkultur der Menschheit. Ab 3900 v. Chr. waren die Ägypter in der Lage, Metalle zu schmelzen. Um das Feuer der Schmelzöfen anzuheizen, wurden zunächst Blasrohre benutzt, später kam der Blasebalg zum Einsatz. Die Scheidung des Goldes von anderen Metallen wird etwa auf 2000 Jahre v. Chr. datiert. Um neben dem Waschgold aus den Flüssen auch das Berggold Nubiens fördern zu können, war die Technik des Stollenbergbaus eine wichtige Voraussetzung. Eine erstaunliche Errungenschaft war der Bau von Arrugien durch die Römer im Nordwesten der iberischen Halbinsel. Bei dieser Tagebautechnik wurde das goldhaltige Gestein durch Sturz zerkleinert und durch Wasserdruck ausgewaschen. Auch in jüngerer Zeit war die Erfindung neuer Techniken die Voraussetzung, um die Ausbeutung bestimmter Goldvorkommen wirtschaftlich zu gestalten. Um die reichen Lagerstätten am Witwatersrand in Südafrika ausbeuten zu können, war die Anwendung des Zyanidverfahrens nötig, das von dem schottischen Chemiker John Stewart McArthur Ende der 1880er Jahre entwickelt wurde.

Gold als Antrieb für Entdecker

Um in den Besitz von Gold zu gelangen, ließen sich die Menschen zu abenteuerlichen und riskanten Unternehmungen verführen. Wie gefährlich mögen die Fahrten der alten Ägypter ins geheimnisvolle Goldland Punt gewesen sein! Um neben den eigenen Vorkommen durch Handel weitere Goldvorräte gewinnen zu können, fuhren sie mit schmalen Segelruderbooten an der Küste Afrikas entlang. Das Zeitalter der Entdeckungen im 15. und 16. Jahrhundert war wesentlich durch Goldgier geprägt. Die Portugiesen nahmen bei diesem Unternehmen eine Vorreiterrolle ein. Nachdem sie 1415 die nordafrikanische Hafenstadt Ceuta erobert hatten, versuchten sie das Gold Afrikas in ihren Besitz zu bringen. Zu diesem Zweck erkundete Heinrich der Seefahrer die westafrikanische Küste, Bartholomeu Dias umsegelte das Kap der Guten Hoffnung, Vasco da Gama erreichte 1498 auf dem östlichen Seeweg Indien. Goldlagerstätten gelangten nicht in die Hände der Portugiesen, aber sie errichteten bedeutende Handelsniederlassungen in Afrika und Asien.

Als Christoph Kolumbus 1492 seine Flotte ausrüstete, um auf dem Weg über den Atlantik Indien zu erreichen, war es von Beginn an sein Ziel, große Goldreichtümer zu finden. An vielen Stellen seines Logbuches erwähnt Kolumbus seinen Wunsch nach Gold, das er für die spanische Krone gewinnen wollte. Diesen Traum zu verwirklichen, gelang jedoch erst den spanischen Konquistadoren in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Besessen von Goldgier kämpften sie sich unter fürchterlichen Strapazen durch den Dschungel, um das sagenhafte Goldland El Dorado zu finden. Hernán Cortés eroberte 1521 das Reich der Azteken und seine Hauptstadt Tenochtitlan, Francisco Pizarro drang 1532 in das Inkareich ein und brachte seine Reichtümer in den Besitz des spanischen Königshauses. Dabei verübten die Konquistadoren unvorstellbare Grausamkeiten und zerstörten die präkolumbianischen Hochkulturen Mittel- und Südamerikas. Die Erkundung des im Jahr 1500 entdeckten Brasilien wurde Ende des 17. und in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts wesentlich durch Goldsucher vorangetrieben.

Gold als Inspiration für Künstler

Aufgrund seiner natürlichen Schönheit, seiner leichten Bearbeitbarkeit und seiner Dehnbarkeit war das edle Metall bei Goldschmieden sehr beliebt. Der Goldschmied galt als privilegiert unter den Handwerkern. Zu seinen Techniken gehören Treiben, Ziehen, Ziselieren, Punzieren, Gravieren, Tauschieren, Granulieren und Vergolden. Viele Kulturen entwickelten eine Goldschmiedekunst von höchstem Rang. Bereits die ältesten je gefundenen Goldartefakte, die Beigaben im Gräberfeld von Warna (Bulgarien) aus der zweiten Hälfte des fünften vorchristlichen Jahrtausends, zeugen von hoher Kunst der Goldbearbeitung.

Die Arbeiten der ägyptischen Goldschmiede, die für die göttlichen Herrscher entstanden, sind von großer Pracht und beweisen größte künstlerische Qualität und hohes technisches Niveau. Die goldene Totenmaske des Tutenchamun kennt jedes Kind. Obwohl Mesopotamien nicht über Goldvorkommen verfügt, entwickelten die Sumerer eine bedeutende Goldschmiedekunst, wie die Funde in den Königsgräbern von Ur belegen. In Griechenland erreichten die minoische und die mykenische Kultur Höchstleistungen auf dem Gebiet der Goldbearbeitung. Berühmt für das hohe künstlerische Niveau ihrer Goldschmiedkunst sind außerdem die Phönizier, Etrusker, Skythen und Kelten sowie in Südamerika die Maya, Azteken und Inkas. Die Goldschmiedearbeiten der Byzantiner wirkten stilbildend für das mittelalterliche Europa.

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