Goldankauf-Pro24 Gold Ankauf verkaufen: Goldgehalt, Goldgewinnung aus dem Meerwasser


Im Frühling 1920 vertraute der deutsche Chemiker und Nobelpreisträger Fritz Haber seiner kleinen Gruppe von Mitarbeitern einen überraschenden Plan an. Er wolle intensive Untersuchungen über die Goldvorkommen in den Weltmeeren anstellen, so lautete sein Entschluss. Die Idee, aus dem Meerwasser Gold zu gewinnen, schien verlockend. Denn nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg war die deutsche Wirtschaft durch die Reparationszahlungen, die Deutschland gemäß dem Versailler Vertrag von den Siegermächten auferlegt worden waren, schwer belastet. Neben einer Reihe anderer Forderungen wie umfangreicher Sachleistungen sollte Deutschland ursprünglich 20 Milliarden Goldmark zahlen; das entsprach etwa einer Menge von 7.000 Tonnen Gold.

Für den innovativen Chemiker lag es nahe, das Meer, die größte Goldlagerstätte der Erde, für eine Gewinnung in Betracht zu ziehen. Zusammen mit dem schwedischen Chemiker Svante Arrhenius hatte die Rechnung einen Goldvorrat von acht Milliarden Tonnen in den Weltmeeren ergeben. Nur ein winziger Bruchteil der riesigen Goldmengen in den Meeren hätte genügt, um die Reparationsforderungen aufzubringen. Man rechnete mit einem Goldgehalt von etwa fünf Milligramm pro Kubikmeter. Gold verkaufen in großen Mengen hätte das Problem lösen können, man hätte genügend Goldmünzen prägen und in den Goldhandel eingreifen können, um die Reparationssummen aufzubringen. Goldverkauf und Goldankauf durch andere Länder schien die Lösung.

Das Kunststück war also, ein wirtschaftliches Gewinnungsverfahren zu finden. Haber gelang es, die Zweifel seiner Mitarbeiter zu zerstreuen, und man machte sich ans Werk. Insgesamt sechs Jahre widmete sich Haber dem Projekt Goldgewinnung aus dem Meer. Doch das ehrgeizige Vorhaben misslang. Die entwickelte Gewinnungstechnik war nicht so wirksam wie erhofft und brachte erhebliche Schwierigkeiten mit sich. Das Hauptproblem war jedoch, dass der angenommene Goldgehalt im Meer bei Weitem zu hoch angesetzt war. Die jahrelang durchgeführten Analyseergebnisse ließen nicht den Schluss zu, dass der Goldgehalt von fünf Milligramm pro Kubikmeter Wasser fehlerhaft sein könnte. Man hatte sich jedoch um den Faktor 1.000 verschätzt! Die Rechnung ging nicht auf. Heutigen Schätzungen zufolge enthalten die Meere etwa sechs Millionen Tonnen Gold. Im Nachhinein scheint es unerklärlich, wie Habers Team dieser simple Fehler unterlaufen konnte, der das Projekt von Anfang an zum Scheitern verurteilte. Im Grunde ist es bis heute rätselhaft, warum die frühen Meerwasserproben so hohe Goldwerte ergeben hatten, die man später nicht mehr in Zweifel zog.

Fritz Haber wurde am 9. Dezember 1868 in Breslau (heute Wrocław, Polen) geboren und stammte aus einer jüdischen Familie. Ab 1886 studierte er Chemie in Berlin und Heidelberg, das er 1891 mit der Promotion abschloss. 1896 habilitierte er sich in Karlsruhe, wo er 1898 zum außerordentlichen Professor für Technische Chemie ernannt und 1906 auf den Lehrstuhl für Physikalische und Elektrochemie berufen wurde. Bei BASF entwickelte er zusammen mit Carl Bosch ein Verfahren, das die synthetische Produktion von Ammoniak zur Herstellung von Düngemitteln und Sprengstoff möglich machte.

Zur umstrittenen Person wurde Haber, da er sich während des Ersten Weltkriegs den zweifelhaften Ruf eines Pioniers der Giftgaswaffen erwarb, die ab 1915 eingesetzt wurden. Da der Einsatz dieser Waffen gegen die Haager Landkriegsordnung verstieß, wurde er nach Kriegsende von den alliierten Mächten als Kriegsverbrecher gesucht. Für die „Synthese von Ammoniak aus dessen Elementen“ erhielt Haber 1918 den Nobelpreis für Chemie. Sein sechs Jahre währender Versuch, Gold aus dem Meerwasser zu gewinnen, scheiterte, trug aber zur Verbesserung der Nachweismethoden bei. 1933 ließ er sich nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in den Ruhestand versetzen, ein halbes Jahr später emigrierte er nach Cambridge, wo er einen Lehrauftrag erhielt. Haber starb am 29. Januar 1934 in Basel.


WusstenSieschon
Die Gewinnung von Gold aus dem Meerwasser

Die weitaus größte Menge an Gold findet sich in sehr geringer Konzentration im Salzwasser der Meere: 0,004 Milligramm je Tonne. Nach Berechnungen verbergen sich in den Meeren etwa sechs Millionen Tonnen Gold, diese Menge entspricht etwa 40 mal dem Volumen des herkömmlich geförderten Goldes. Aufgrund der geringen Konzentration ist die Goldgewinnung aus dem Meer jedoch wirtschaftlich nicht lukrativ. Der deutsche Chemiker Fritz Haber versuchte ab 1919 aus dem Meerwasser Gold zu gewinnen, damit Deutschland die Reparationszahlungen nach dem 1. Weltkrieg begleichen könne.

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