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Goldene Ostereier vom Hofjuwelier des Zaren


Bis auf den heutigen Tag üben die kunstvollen Arbeiten des russischen Goldschmieds Peter Carl Fabergé (1846-1920) eine hohe Faszinationskraft auf die Menschen aus. Seine exquisiten Stücke machten ihn zu einem der größten Goldschmiede seiner Zeit, 1884 wurde er zum Hofjuwelier des Zaren ernannt. Besondere Berühmtheit erlangten die sogenannten Fabergé-Eier, filigran gearbeitete Schmuckstücke in Eiform, die vor allem für die Zarenfamilie gefertigt wurden. Fabergés „Objects d’art“, auch „Objects de fantaisie“ genannt, gehören sowohl vom Stil als auch von der kunsthistorischen Epoche dem Historismus an.

Ihr Schöpfer ließ sich von Merkmalen vergangener Epochen inspirieren und formte dabei einen eigenständigen Stil. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. Die Ausführung zeugt von Goldschmiedekunst in höchster Perfektion und gestalterischer Raffinesse. Es wurde eine große Vielfalt verschiedener Materialien verwendet: Edelmetalle wie Gold, Silber und Platin, Edelsteine wie Diamanten, Rubine, Saphire, Achate, Onyx oder Lapislazuli, des Weiteren Email, Elfenbein, Perlmutt, Perlen und Bergkristall. Beim Gold wurden verschiedene Formen eingesetzt: Vierfarbgold, Grüngold, Gelbgold oder Rotgold.

Zwischen 1885 und 1917 schufen Peter Carl Fabergé bzw. seine Werkmeister in St. Petersburg insgesamt 50 dieser Prunkeier, Schmuckgegenstände in Form von Ostereiern. Der größte Teil wurde für die Zarenfamilie gefertigt, ein kleinerer Teil entstand im Auftrag des Goldminenunternehmers Alexander Kelch und des Ölmagnaten Emanuel Nobel. Zar Alexander III. gab insgesamt zehn Eier in Auftrag, die er zum Osterfest seiner Gemahlin Maria Fjodorowna schenkte.

Sein Sohn Nikolaus II., der letzte russische Zar, führte diese Gepflogenheit fort und überreichte jedes Jahr zu Ostern von 1895 bis 1916 sowohl seiner Ehefrau als auch seiner Mutter ein Schmuckei, nicht jedoch während des russischen-japanischen Krieges in den Jahren 1904 und 1905. Von dem Gesamtbestand der 50 Eier sind 42 erhalten, die restlichen acht wurden während der Oktoberrevolution gestohlen. Nur zwei der verschollenen Eier sind durch Fotografien bekannt. Bei der Gestaltung der Prunkeier hatte Fabergé freie Hand, es galten jedoch drei Regeln: Es durfte keine Wiederholungen geben, es musste eine Überraschung enthalten sein, und es durfte keine Abweichung von der Eiform geben.

Den Auftakt der eindrucksvollen Serie bildete das vergleichsweise schlicht gefertigte, sogenannte „Hühner-Ei“, für das es ein Vorbild aus dem 18. Jahrhundert gibt. Es besteht aus einer weißen Schale aus Email und enthält ein Eigelb aus Gold. Wenn man dieses öffnet, erscheint eine goldene Henne, die mit Edelsteinen besetzt ist. Als weitere Überraschung birgt die Henne eine mit Diamanten besetzte Miniatur-Zarenkrone, versehen mit zwei eiförmigen Rubinen. Die kaiserlichen Schmuckeier waren der Stolz seines Schöpfers, und ihre Gestaltung wurde im Lauf der Zeit immer aufwendiger, sodass manche Exemplare eine Vorbereitungszeit von bis zu zwei Jahren in Anspruch nahmen. Das Motiv hatte häufig Bezug zu Ereignissen am Zarenhof.

Das „Krönungskutschen-Ei“ aus dem Jahr 1897 etwa enthält eine Nachbildung der Kutsche, mit der die Zarin ein Jahr zuvor zur Krönungszeremonie gefahren war. Das „Ei mit der Transsibirischen Eisenbahn“ (1900) besteht aus Silber und besitzt einen aufklappbaren Deckel. In seinem Inneren birgt es einen Miniaturzug mit einer Lokomotive aus Platin und fünf Waggons aus Gold, der herausgenommen werden können. Die Lok hat Scheinwerfer aus Rubinen und Rücklichter aus Diamanten, die Waggons besitzen Fenster aus Bergkristall. Der Zug verfügt über eine Mechanik, die mit einem Schlüssel aufgezogen werden kann, sodass er sich in Bewegung setzt. Im Inneren des „Standart-Ei“ (1909) befindet sich eine originalgetreue Abbildung einer seinerzeit namhaften Yacht aus Gold, gebettet auf Bergkristall, der das Meer darstellt. Das „Ei mit der Reiterstatue Alexanders III.“ (1910) enthält eine goldene Replik eines Denkmals mit dem Zaren.

Die kunstvoll gefertigten Ostereier für die Zarenfamilie machten Peter Carl Fabergé international berühmt, sie bildeten jedoch nur einen kleinen Teils des Auftragsvolumens. Fabergé führte ein großes Unternehmen, das aufgrund seines Erfolges immer weiter expandierte. Neben hoher Goldschmiedekunst ging es auch ums Geschäft. Der Bedarf der Schmuckindustrie bildet seit jeher einen Großteil der weltweiten Goldnachfrage, aber nicht nur Gold, sondern auch andere Edelmetalle wie Silber, Platin oder Palladium sind gefragte Rohstoffe für die Hersteller. Die Belange des Goldhandels, Goldankauf und Goldverkauf, gehören für den Schmuckhersteller zum alltäglichen Business. Gold verkaufen an die Schmuckproduzenten, Gold ankaufen durch die Schmuckindustrie, dies macht einen beträchtlichen Teil des internationalen Goldhandels aus. Fällt der Goldkurs, steigt die Nachfrage der Schmuckproduzenten. Ist der Goldpreis hoch, sinkt der Bedarf der Schmuckindustrie.


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Goldene Ostereier vom Hofjuwelier des Zaren


Der russische Goldschmied Peter Carl Fabergé (1846-1920) war ein Meister seines Fachs. Berühmt ist er für die nach ihm benannten Fabergé-Eier. Für die russischen Zaren Alexander III. und Nikolaus II. fertigte der Künstler zwischen 1885 und 1917 opulent verzierte Ostereier aus Gold und Email, die der Monarch an dem hohen christlichen Feiertag seiner Gemahlin und seiner Mutter als Geschenk überreichte. Wenn man die kostbaren Schmuckeier aufklappte, wurden winzige, minutiös gebildete Kleinplastiken sichtbar, z.B. Figürchen, Blumen, Kutschen usw. Das teuerste Ei war das sogenannte Winter-Ei von 1913, dessen Herstellungskosten sich auf 24.600 Rubel beliefen. 2007 wurde eines der kostbaren Prunkeier beim Auktionshaus Christie’s für 12,5 Millionen Euro versteigert.

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