Franken Goldmünze Helvetia (Schweiz)



Helvetia Franken VorderseiteHelvetia Franken Rückseite
20 Franken Helvetia. Vorderseite (links), Rückseite (rechts). Zum Vergrößern auf die Bilder klicken.

Land:
Hersteller:
Feingoldgehalt:
Schweiz
Schweizerische Münzstätte Bern
900/1000

 Einheit Nennwert
Franken
Gewicht
Gramm
Feingold
Gramm
  Durchmesser/Dicke
Millimeter
Prägejahre
 20 Franken 20 6,452 5,806   21,00 x 1,25 1883-1896

In der Schweiz wurde von der Eidgenössischen Münzstätte in Bern von 1883 bis 1896 eine Goldmünze geprägt, die „Helvetia“ genannt wird und den Kopf der römischen Freiheitsgöttin auf der Vorderseite zeigt. Die Goldmünzen wurden nur in einer Stückelung aufgelegt. Der Nennwert dieser Goldmünze beträgt 20 Franken. Ihr Feingoldgehalt liegt bei 90,00 Prozent. Die Goldlegierung verfügt über einen zehnprozentigen Kupferanteil, der der Münze größere Härte und einen rötlichen Schimmer verleiht. Die Spezifikationen der Helvetia-Münzen entsprechen den Normen der Lateinischen Münzunion (LMU), der die Schweiz zeit ihres Bestehens angehörte. Die Auflage der Goldmünzen betrug insgesamt etwa 1,75 Millionen Stück. Die größte Stückzahl wurde 1896, dem letzten Prägejahr, hergestellt, die Auflage lag in diesem Jahr bei 400.000. Die niedrigste Auflagenzahl gab es 1887, als nur 176 Helvetia-Goldmünzen produziert wurden. In der Regel lag die Auflagenhöhe zwischen 100.000 und 250.000 Stück.

1895 entschied der Schweizer Bundesrat, eine Neugestaltung der 20-Franken-Goldmünze vornehmen zu lassen, und beauftragte nach einem Wettbewerb den Schweizer Bildhauer und Medailleur Fritz Ulysse Landry (1842-1927) mit dieser Aufgabe. Das Ergebnis war eine Goldmünze, die ab 1897 in drei Stückelungen geprägt wurde, als 10-Franken-Goldmünze, 20-Franken-Goldmünze und 100-Franken-Goldmünze. Diese Münzen, in erster Linie aber das 20-Franken-Stück, wurden unter dem Namen „Vreneli“ ungleich berühmter als die Helvetia-Goldmünzen. Der Name „Vreneli“ als Benennung für diese Münze bürgerte sich jedoch erst Ende der dreißiger Jahre ein. Die Helvetia-Goldmünze ist also der Vorgänger des Goldvreneli.

Erscheinungsbild

Der Rand der Helvetia Goldmünze trägt die Schriftprägung „DOMINUS PROVIDEBIT“ (Der Herr wird vorsorgen. – Genesis 22, 8) und 13 Sterne.

Vorderseite der Goldmünze Helvetia

Auf der Vorderseite der Helvetia-Goldmünze ist der Kopf einer Frauengestalt aus der römischen Mythologie abgebildet, deren Blickrichtung nach links zeigt. Es handelt sich um Libertas, eine allegorische Frauenfigur, die die Freiheit verkörpert. Auf dem Haupt trägt die Freiheitsgöttin ein Diadem mit der Aufschrift „LIBERTAS“ (Freiheit). Ihr Haar ist kunstvoll frisiert und hinten mit einem Band zusammengebunden. Die Frauengestalt auf der Helvetia-Münze wird oft irrtümlich als Helvetia gedeutet, eine weibliche Repräsentationsfigur der Schweiz. Die Umschrift lautet „CONFEDERATIO HELVETICA“ (Schweizerische Eidgenossenschaft).

Rückseite der Goldmünze Helvetia

Die Rückseite der Goldmünze Helvetia zeigt das Schweizer Staatswappen, ein weißes griechisches Kreuz mit vier gleich langen Kreuzarmen auf rotem Grund. Das Schweizerkreuz wurde bereits zur Zeit der Alten Eidgenossenschaft im Mittelalter verwendet. Die älteste Verwendung ist in der Schlacht bei Laupen im Jahr 1339 dokumentiert, als die Burg Laupen im Kanton Bern von einem 12.000 Mann starken Heer Kaiser Ludwigs des Bayern elf Tage lang belagert und von den Bernern erfolgreich verteidigt wurde. Über dem Wappenschild, das von einem Lorbeerkranz umgeben wird, befindet sich ein Stern. Links neben dem Wappen ist der Nennwert „20“ geprägt, rechts davon die Buchstaben „FR“, Abkürzung für das Währungsnominal Franken. Unterhalb des Wappenschildes und oberhalb der Stelle, wo sich die beiden Lorbeerzweige kreuzen, zeigt sich das Prägejahr. Unter dem Lorbeerkranz befindet sich der Buchstabe „B“ als Münzzeichen für die Prägeanstalt Bern.

Libertas – römische Göttin der Freiheit

Libertas ist in der römischen Mythologie die Göttin der Freiheit, die zum einen die Freiheit einer Person, zum anderen auch die Freiheit eines Staates repräsentiert. Während der Regierungszeit von Tiberius Gracchus wurde Libertas im Jahr 238 v.Chr. in den Rang einer Göttin erhoben. Auf dem Aventin-Hügel wurde ihr zu Ehren ein Tempel geweiht, später wurden weitere Tempel für die Freiheitsgöttin errichtet. Auf dem Forum Romanum stand eine Statue, welche die Libertas darstellte. Viele römische Münzen zeigen ein Bildnis der Göttin der Freiheit. Libertas-Bildnisse fanden häufig Eingang in die Symbolik moderner Staaten. Die wohl bekannteste Liberty-Darstellung ist die Freiheitsstatue, die 1886 auf Liberty Island im New Yorker Hafen errichtet wurde.

Schweizer Franken – Währung der Schweiz seit 1798

Der Schweizer Franken ist die Währung der Schweizerischen Eidgenossenschaft und des Fürstentums Liechtenstein. Mit der Entstehung der Helvetischen Republik 1798 erfolgte gleichzeitig die Einführung einer Währung für die ganze Schweiz, während zuvor die Münzprägung in Händen der Kantone gelegen hatte. Der Name der neuen Währung, „Franken“, folgte dem französischen Vorbild. Zu Beginn der Mediationszeit, während der die Schweiz von Frankreich unter Napoleon Bonaparte abhängig war, wurde die Münzhoheit wieder an die Kantone übertragen. Nach der Gründung des Schweizer Bundesstaats 1848 war erneut der Bund für das Münzwesen zuständig, und der Franken (abgekürzt „Fr.“, „SFr.“ oder „CHF“) zu 100 Rappen wurde als Schweizer Währung übernommen.

1850 prägte man neue Münzen, die im folgenden Jahr in Umlauf gebracht wurden. Von 1865 bis 1926 gehörte die Schweiz ebenso wie Frankreich, Belgien, Italien und Griechenland der Lateinischen Münzunion an. Der Goldstandard hatte in der Schweiz bis 1936 Bestand, im selben Jahr wurde der Schweizer Franken wegen der Weltwirtschaftskrise um ein Drittel abgewertet. Die Schweizer Währung war bis 1973 an den US-Dollar gekoppelt; zuletzt entsprach ein US-Dollar 4,375 Franken. Im Fürstentum Liechtenstein erfolgte die Einführung des Schweizer Franken 1924, er ersetzte die Österreichische Krone. In der Schweiz und in Liechtenstein sind Münzen zu 5, 10 und 20 Rappen sowie ½, 1, 2 und 5 Franken in Umlauf. Nennwerte der Banknoten sind 10, 20, 50, 100, 200 und 1.000 Franken.

Helvetia Münzen aus Gondogold

1893, als die normale Auflagenzahl der Helvetia-Goldmünzen 100.000 Stück betrug, prägte man darüber hinaus 25 Münzen aus Gondogold. Auch im Jahr 1895, in dem 200.000 Helvetia-Münzen hergestellt wurden, entstanden 19 dieser Ausbeute-Goldmünzen. Das Gold für diese Münzen kam aus dem Bergdorf Gondo (deutscher Name Ruden) im Kanton Wallis südlich des Simplonpasses, wo bereits zur Römerzeit Goldbergbau betrieben wurde. Ihre erste Blütezeit erlebte die Mine in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, unterstützt durch den Schweizer Unternehmer und Bankier Kaspar Jodok von Stockalper (1609-1691).

1897 musste das Betreiberunternehmen des Bergwerks Konkurs anmelden, und der Goldbergbau in Gondo war beendet. Eine Bodenanalyse, die zu Beginn der achtziger Jahre durchgeführt wurde, ergab, dass nach heutigen Maßstäben keine abbauwürdigen Mengen Gold für industriellen Bergbau vorliegen. Aufgrund ihrer Seltenheit besitzen die Helvetia-Münzen aus Gondogold einen hohen Sammlerwert. Bei einer Züricher Münzauktion 2009 erzielte eine Gondogold-Helvetia-Münze einen Preis von 68.000 Schweizer Franken. Die Gondogoldprägungen sind durch ihre Farbe von den Standard-Helvetias zu unterscheiden. Ihr hellerer Farbton rührt daher, dass die Goldlegierung dieser Sonderprägungen neben Kupfer auch Silber enthält. Zudem wurde in der Mitte des Wappens eine Punzierung in Form eines kleinen Kreuzes angebracht.

Handel mit der Goldmünze Helvetia

Die Schweizer Helvetia Goldmünze wird ebenso wie das berühmte Goldvreneli, Nachfolger der Helvetia-Münze, längst nicht mehr geprägt. Trotzdem kann man diese Goldmünzen immer noch zur Goldanlage ankaufen. Goldankauf, seien es Goldbarren oder Goldmünzen, ist eine lohnende Investition, denn der Goldpreis verzeichnet hohe Steigerungsraten. Goldhandel, Gold ankaufen und Gold verkaufen, ist ein lukratives Geschäft, wenn der Goldkurs hoch liegt. Physisches Gold ankaufen verspricht mehr Sicherheit als „Papiergold“, Aktien oder Banknoten ankaufen. Dies gilt auch für den Ankauf und Verkauf von historischen Goldmünzen wie Helvetia oder Vreneli. Helvetia-Goldmünzen gibt es nur in einer Stückelung, nämlich als 20-Franken-Goldmünze, während Vrenelis als 10-Franken-Goldmünze, 20-Franken-Goldmünze und 100-Franken-Goldmünze geprägt wurden.


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