Rubel Goldmünze Geschichte Russlands (Sowjetunion)



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100 Rubel Reiterstandbild von Zar Peter dem Großen in St. Petersburg. Vorderseite (links), Rückseite (rechts). Zum Vergrößern auf die Bilder klicken.

Land:
Hersteller:
Feingoldgehalt:
Sowjetunion
Staatliche Prägestätten
900/1000

 Einheit Nennwert
Rubel
Gewicht
Gramm
Feingold
Gramm
  Durchmesser
Millimeter
Prägejahre
 1/2 Unze 100 17,280 15,552   30,00 1988-1991
 1/4 Unze 50 8,640 7,776   22,00 1988-1991


In der Sowjetunion wurde von 1988 bis 1991 eine Serie von Gedenkmünzen mit wechselnden Motiven aufgelegt, die sich mit Themen aus der russischen Geschichte und Kultur befassen. Jeder Jahrgang besteht aus insgesamt sechs Münzen. Davon sind zwei Silbermünzen mit einem Nennwert von 3 Rubel, eine Palladiummünze mit einem Nennwert von 25 Rubel, zwei Goldmünzen mit den Nennwerten 50 Rubel und 100 Rubel sowie eine Platinmünze mit einem Nennwert von 150 Rubel. Der Feingoldgehalt der Goldmünzen beträgt 90,0 Prozent. Der Restanteil der Goldlegierung von zehn Prozent besteht aus Kupfer und verleiht der Münze sowohl eine größere Härte und als auch einen rötlichen Farbton. Das Feingewicht der 50-Rubel-Goldmünze beträgt ¼ Unze, das Feingewicht der 100-Rubel-Goldmünze liegt bei ½ Unze.

Die Auflagenzahlen waren für alle Jahrgänge und Stückelungen konstant. Von den 50-Rubel-Goldmünzen wurden alljährlich 25.000 Expemplare geprägt, von den 100-Rubel-Goldmünzen stellte man 14.000 Stück her. Das Produktionsvolumen bei den 3-Rubel-Silbermünzen lag bei insgesamt 40.000 Stück, bei den 25-Rubel-Palladiummünzen bei 12.000 Exemplaren und bei den 150-Rubel-Platinmünzen bei 16.000 Stück. Eine Abweichung gab es lediglich 1988, als von den Silbermünzen 35.000 Stück und von den Palladiummünzen 7.000 Stück produziert wurden.

In der Sowjetunion wurden im Lauf ihrer etwa 70-jährigen Geschichte nur relativ wenige Goldmünzen geprägt. Den Anfang machte in den 20er Jahren der Tschernowez, eine 10-Rubel-Goldmünze, von der von 1975 bis 1982 Nachprägungen hergestellt wurden, und eine Serie von sechs 100-Rubel-Goldmünzen, die anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1980 in Moskau in den Jahren 1977 bis 1980 produziert wurden. In der Russischen Föderation, dem größten Nachfolgerstaat der Sowjetunion, werden heute Goldmünzen mit Motiven aus dem Russischen Ballett und mit Wildtieren Russlands sowie eine Serie mit den Tierkreiszeichen geprägt.

Erscheinungsbild

Der Rand der Rubel-Goldmünzen ist geriffelt.

Vorderseite der Goldmünze Rubel (Geschichte Russlands)

Auf der Vorderseite der sowjetischen 50-Rubel-Goldmünzen und 100-Rubel-Goldmünzen sind verschiedene Motive aus der Kulturgeschichte Russlands abgebildet. Bei den Motiven auf den 50-Rubel-Goldmünzen handelt es sich im Einzelnen um die Sophienkathedrale in Nowgorod (1988), die Mariä-Entschlafens-Kathedrale in Moskau (1989), die Erzengel-Gabriel-Kirche in Moskau (1990) und die Isaakskathedrale in St. Petersburg (1991). Die Motive auf den 100-Rubel-Goldmünzen sind eine Goldmünze aus der Regierungszeit des Großfürsten Wladimir (1988), das Reitersiegel von Iwan III. (1989), das Reiterstandbild von Zar Peter dem Großen in St. Petersburg (1990) und der russische Schriftsteller Graf Leo Nikolajewitsch Tolstoi (1991). Die Umschrift oberhalb des Motivs bezeichnet den Anlass, zu dem die Gedenkmünze geprägt wurde: „1.000 Jahre russische Architektur“ bzw. „1.000 Jahre russische Münzprägung“ im Jahr 1988 bzw. „500 Jahre russischer Einheitsstaat“ auf den drei folgenden Jahrgängen 1989 bis 1991. Am unteren Rand der Vorderseite befindet sich eine Inschrift, die das abgebildete Motiv bezeichnet. In der Nähe der Darstellung ist außerdem eine Jahreszahl geprägt, die mit dem Motiv in Zusammenhang steht.

Rückseite der Goldmünze Rubel (Geschichte Russlands)

Die Rückseite der Rubel-Münzen zeigt im oberen Teil der Ansicht das Staatswappen der Sowjetunion, bestehend aus Hammer und Sichel, die umgeben werden von einem Ährenkranz vor dem Hintergrund einer aufgehenden Sonne und darüber ein roter Stern. Darunter befindet sich die Schriftprägung „CCCP“ (UdSSR, Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken), die durch eine in der Mitte unterbrochene horizontale Linie vom unteren Teil der Münze getrennt wird. Auf der linken Seite ist unterhalb der Linie die Angabe für den Feingoldgehalt geprägt, „Au 900“, und das Feingewicht in Gramm, „7,78“ bzw. „15,55“. Auf der rechten Seite findet sich unter der Linie das Zeichen des Münzgestalters. Darunter zeigen sich der Nennwert und das Währungsnominal in kyrillischen Schriftzeichen, „50 Rubel“ bzw. „100 Rubel“. Am äußersten unteren Rand befindet sich das Prägejahr.

 

50 Rubel 1988: Sophienkathedrale in Nowgorod

Die Sophienkathedrale ist eine Kirche im Kreml von Nowgorod (heute Weliki Nowgorod), einer alten Handelsstadt etwa 180 Kilometer südöstlich von St. Petersburg. Die Kathedrale, Sitz des Erzbischofs von Nowgorod, wurde zwischen 1045 und 1050 erbaut und ist eine der ältesten Sakralbauten der russisch-orthodoxen Kirche. Die Sophienkathedrale ist 35 Meter hoch und besitzt eine vergoldete Hauptkuppel und vier Nebenkuppeln, die in ihrer heutigen Form Mitte des 12. Jahrhunderts entstanden. Auftraggeber war Wladimir, Prinz von Nowgorod, der in der Kirche begraben liegt. Die Sophienkathedrale war zwischen dem 12. und dem 15. Jahrhundert das religiöse Zentrum der Republik Nowgorod. Seit 1991 zählt die Sophienkathedrale zusammen mit anderen Baudenkmälern Nowgorods zum Weltkulturerbe der UNESCO.

100 Rubel 1988: Goldmünze aus der Regierungszeit des Großfürsten Wladimir

Großfürst Wladimir I., der Heilige, wurde um 955 als illegitimer Sohn von Swatoslaw I. geboren und gehörte dem Adelsgeschlecht der Rurikiden an, das aus Skandinavien stammte. Nach einem Streit mit seinen Brüdern floh er nach Schweden. Als Anführer eines Heeres kehrte er um 979 nach Russland zurück und eroberte Nowgorod und Kiew, wo er sich zum Großfürsten machte. Nachdem er den byzantinischen Kaiser Basilieos II. bei der Niederschlagung eines Aufstandes unterstützt hatte, erhielt er als Zeichen des Dankes dessen Schwester Anna zur Frau, er musste sich jedoch zuvor taufen lassen. Durch Wladimirs Verbindung mit dem byzantinischen Kaiserhaus erfolgten die Christianisierung Russlands und die Einführung des orthodoxen Glaubens. Großfürst Wladimir starb am 15. Juli 1015 in Berestowo.

50 Rubel 1989: Mariä-Entschlafens-Kathedrale in Moskau

Die Mariä-Entschlafens-Kathedrale, auch Uspenski-Kathedrale, eine Kirche auf dem höchsten Punkt des Moskauer Kremls, wurde vom Großfürsten Iwan III. in Auftrag gegeben und von dem italienischen Architekten Aristotile Fioravanti von 1475 bis 1479 erbaut. Der Sakralbau, der von der Renaissance-Architektur beeinflusst ist, diente von 1547 bis 1896 als Krönungsort der russischen Zaren und außerdem als Grablege der Patriarchen der russisch-orthodoxen Kirche. Fioravantis Entwurf besitzt fünf Kuppeln und wirkte aufgrund seiner architektonischen Neuerungen, die der Erbauer aus Italien mitbrachte, wegweisend für zahlreiche Kirchenbauten in Russland. In den nächsten drei Jahrhunderten wurde die Kathedrale immer wieder durch Brände zerstört, die Soldaten Napoleons plünderten die Kirche 1812 und missbrauchten sie als Pferdestall.

100 Rubel 1989: Reitersiegel von Iwan III.

Iwan III., genannt Iwan der Große, wurde am 23. Januar 1440 geboren und war von 1462 bis 1505 Großfürst von Moskau. Während seiner Regierungszeit entstand die Vorherrrschaft Moskaus über die anderen russischen Fürstentümer, Iwan III. nannte sich daher „Herrscher von ganz Russland“. 1478 eroberte er Nowgorod, und er gab sich als erster russischer Herrscher den Titel „Zar“. Er erweiterte seine Gebiete um große Territorien und beendete die Herrschaft der Tataren. Mit der Heirat einer byzantinischen Prinzessin bekräftigte er seine Rolle als Bewahrer der orthodoxen Kirche. Er beauftragte italienische Baumeister mit der Neugestaltung des Moskauer Kremls als gesamtrussischen Herrschersitz. Iwan III. starb am 27. Oktober 1505 in Moskau.

50 Rubel 1990: Erzengel-Gabriel-Kirche in Moskau

Die Kathedrale des Erzengels Gabriel wurde von dem russischen Staatsmann Alexander Menschikow in Auftrag gegeben und zwischen 1705 und 1707 unter Aufsicht des russischen Architekten Iwan Sarudny im barocken Stil erbaut. Nach seinem Auftraggeber wird die Kirche auch als „Menschikow-Turm“ bezeichnet. 81 Meter hoch, war die Erzengel-Gabriel-Kirche das erste Moskauer Gebäude, das den Glockenturm Iwan der Große im Moskauer Kreml an Höhe erreichte. Bei einem Brand im Jahr 1723 wurde die Kirche nach einem Blitzschlag schwer beschädigt und zwischen 1773 und 1779 wiedererrichtet. Der prachtvolle Barockbau repräsentiert die Macht Russlands zur Zeit von Zar Peter dem Großen.

100 Rubel 1990: Reiterstandbild von Zar Peter dem Großen in St. Petersburg

Peter I. der Große wurde am 9. Juni 1672 in Moskau geboren. 1682 wurde er zum Zaren ernannt, musste sich die Regentschaft jedoch zunächst mit zweien seiner Geschwister teilen. Ziele von Peters Politik waren die Modernisierung des Landes nach westeuropäischem Vorbild und eine Erweiterung des Russischen Reiches. Mit dem Großen Nordischen Krieg (1700-1721) errang Russland die Vormachtstellung im Ostseeraum und stieg zur Großmacht auf. Zu seinen Reformplänen gehörten u.a. die Errichtung eines stehenden Heeres und einer Ostseeflotte, ein Neuaufbau der Zivilverwaltung und eine Änderung der Kirchenverfassung. 1703 gründete er die nach ihm benannte Stadt St. Petersburg und machte sie zur neuen Hauptstadt des Reiches. Peter der Große starb am 8. Februar 1725 in St. Petersburg.

50 Rubel 1991: Die Kathedrale Sankt Isaak in Sankt Petersburg

Die Sankt-Isaakskathedrale in St. Petersburg in ihrer heutigen Gestalt wurde von 1818 bis 1858 von dem französischen Architekten Auguste Ricard de Montferrand erbaut und war von Zar Alexander I. in Auftrag gegeben worden. Der mächtige Kirchenbau ist mit einer Länge von 111 Metern, einer Breite von 97 Metern und einer Höhe von 101 Metern die größte Kirche Russlands. Die gewaltige vergoldete Kuppel besitzt einen Durchmesser von 26 Metern. In dem eindrucksvollen Bauwerk, das die Silhouette St. Petersburgs prägt, finden etwa 10.000 Menschen Platz. Die spätklassizistische Kirche ist dem Heiligen Isaak von Dalmatien geweiht, einem byzantinischen Mönch, der im 4. Jahrhundert n.Chr. lebte.

100 Rubel 1991: Graf Leo Nikolajewitsch Tolstoi

Leo Tolstoi wurde am 9. September 1828 in Jasnaja Poljana bei Tula geboren und stammte aus einer russischen Adelsfamilie. Während seiner militärischen Ausbildung reifte sein Entschluss, Schriftsteller zu werden, und es entstanden erste Werke. Neben seiner schriftstellerischen Laufbahn verfolgte er pädagogische Interessen. Seine umfangreichen realistischen GesellschaftsromaneKrieg und Frieden (1868) sowie Anna Karenina (1877) gehören zu den Klassikern der Weltliteratur. Krieg und Frieden ist eine episch breite Darstellung der russischen Gesellschaft zur Zeit der Napoleonischen Kriege. Anna Karenina, ein Sittengemälde der höheren russischen Gesellschaftsschichten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, erzählt die Geschichte eines Ehebruchs. Tolstoi starb am 20. November 1910 in Astapowo.

Handel mit der Goldmünze Rubel

Rubel-Goldmünzen aus der ehemaligen Sowjetunion sind insbesondere bei russischen Staatsbürgern sehr gefragt. Der Ankauf von sowjetischen Goldmünzen ist für sie eine Reminiszenz an ein Staatsgebilde der Vergangenheit und an eine untergegangene Epoche. Goldankauf, sei es in Form von Goldmünzen oder von Goldbarren, ist auch mit Goldmünzen möglich, die nicht mehr gültiges Zahlungsmittel eines bestehenden Staates sind. Denn bei Gold-Anlagemünzen kommt es nur auf den tagesaktuellen Materialwert des Goldes an. Der Sammlerwert spielt bei Anlage-Goldmünzen keine Rolle. Der Wert dieser Münzen unterliegt also dem schwankenden Goldpreis. Goldmünzen aus der ehemaligen Sowjetunion ankaufen ist zur Anlage ebenso sinnvoll wie etwa Goldmünzen aus der Russischen Föderation. Die sowjetischen Rubelmünzen mit Motiven aus der russischen Geschichte und Kultur gibt es als 50-Rubel-Goldmünzen und als 100-Rubel-Goldmünzen. Zu der Serie von Gedenkmünzen gehören auch Silbermünzen, Palladiummünzen und Platinmünzen.


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